Mittwoch, 28. April 2010

06 Cinque Terre

Heute hetzt uns keiner. Wir drehen noch eine Extrarunde in den Laken und zum Pre-Frühstück presst Yvonne eine frisch gepflückte Mega-Zitrone aus dem eigenen Garten. Den täglichen Latte Macchiato und das saftige Bruschetta gibt’s im Piratencafé am Ortseingang. Das Wetter könnte besser gar nicht sein. Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, ein wenig, aber nicht zu heiß.


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Nachdem wir gestern die Etappe von Monterosso bis Vernazza gewandert, beziehungsweise geklettert sind, steht heute der Rest des Cinque Terre an, also die Route von Vernazza über Corniglia, Manarola bis schließlich Riomaggiore. Wir folgen der rot-weißen Markierung und direkt geht es wieder mit vielen Stufen los, denn Corniglia liegt nicht am Wasser, sondern 500 Meter über dem Meeresspiegel. Zum Glück ist der Pfad jedoch nicht ganz so schmal wie der gestrige.
Je länger wir laufen, umso deutlicher wird, dass wir die eigentliche Königsetappe bereits absolviert haben. Dennoch bleibt die Strecke anspruchsvoll, auch weil die Mittagssonne knallt. Besonders hübsch ist, dass der Weg durch viele Olivenhaine führt, die bei gutem Wetter silbrig glänzen. Salamander und Schmetterlinge schwirren um uns herum. Angekommen in Corniglia erkunden wir das Dorf und nehmen im Schatten ein Eis (Y) und eine Lemon-Soda (F) zur Erfrischung. Natürlich besticht der Ort durch seine fantastische Aussicht.

Die weitere Wanderung entwickelt sich im wahrsten Sinne zum Spaziergang. Der Weg – allerdings toll direkt am Meer gelegen – ist gepflastert und flach. Die Stunde nach Manarola vergeht wie im Flug. Hier gönnt Franz sich sein tägliches Eis, Yvonne isst ganz uneigennützig eins mit. Hier fällt besonders auf, dass in der „Hauptstraße“ viele Boote „geparkt“ sind.

Die letzte Etappe soll nicht nur die kürzeste und einfachste sein, sondern trägt zudem den romantischen Namen „Via dell’ Amore“. Liebende aus aller Welt können hier nebeneinander(!) die zwanzig Minuten bis ins Ziel Riomaggiore schlendern. Was wir nicht wussten: Als Zeichen der Liebe bringen die Paare Schlösser mit, die sie an der Strecke anbringen. Natürlich darf entsprechendes Graffiti nicht fehlen, selbst vor Initialen in Kakteen wird nicht zurückgeschreckt. Ansonsten zieren Gedichte oder Sprüche von Poeten, die die Region besucht haben, den Pfad. Zwar hätten wir uns auch gerne symbolisch verewigt, aber Franz bemerkt zu Recht, dass er das Schloss für uns ja bereits im Namen trägt. Um uns herum herrscht eher Pärchenmangel, wir sind umzingelt von weiblichen Senioren vor allem aus Kanada.

In unserer Endstation Riomaggiore bummeln wir entspannt und überraschend fit durch die Gassen. Das hübsche silberne Blumen-Armband bekommt Yvonne von Franz geschenkt, und danach gibt’s Dosenbier an der Hafenklippe.
 
Nach einer Stunde Schmoren machen auch endlich die Restaurants auf. Die Karte des„Il Grottino“ hatte es uns bereits während unserer ersten Runde angetan und jetzt sitzen wir als erste Gäste am Tisch. Heute wird nicht geteilt, uns beiden läuft bei Kastanientagiatelle mit Vogolemuscheln und Pesto das Wasser im Munde zusammen. Dazu gibt es Caprese und gegrilltes Gemüse, hmmmmm...

Zufrieden füllen wir unsere Dosenbiervorräte auf, im Feinkostladen kosten die nämlich nur einen schlappen Euro pro Stück (wer sagt, dass man Bier und Wein nicht mischen kann?), und steigen in den Zug nach Vernazza. Hier drehen wir noch eine Abschiedsrunde, winken dem Meer und pflanzen uns auf die eigene Zitronen-Terrasse. Allerdings nur für gut eine halbe Stunde, denn Franz hat berechtigte Hoffnung, das RAI Uno das Champions-League-Halbfinale zwischen Barcelona und Inter überträgt. Fast hätte der belgische Schiri das Match verpfiffen, doch am Ende lachen die Italiener. Jetzt wird noch gepackt, denn morgen geht es weg von der Küste in die Toskana.

Dienstag, 27. April 2010

05 Cinque Terre

Halleluja, heute heißt es ausschlafen – bis 9.15! Luxus. Danach gibt es einen Latte im Hotel oder das, was unser sympathischer Herbergsvater dafür hält, und schon sitzen wir wieder in BMFY auf dem Weg ins Cinque Terre.


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Es bleibt bergig, bzw. also tunnelig und insgesamt eignet sich der gesamte letzte Streckenabschnitt nicht sonderlich für Leute mit Höhenangst oder schwachen Nerven. Die letzten 30 Km Landstraße gen Vernazza, einem der pittoresken Cinque-Dörfern, sind einfach nur abenteuerlich. Die Aussicht ist atemberaubend, die Kurven jedoch auch, statt Haarnadel ließe sich hier von Korkenzieher sprechen, das ganze in einer Fahrbahnbreite, die maximal „einspurig“ entspricht und trotz irrem Gefälle auf wie neben der Straße auch gerne ohne Leitplanken auskommt. Franz ist völlig gelassen und ruhig, ich versuche mich mit fotografieren abzulenken. Schließlich schaffen wir es bis 1.5 km vor den Ortseingang wo es heißt: blechen oder aussteigen. Wir entscheiden uns für aussteigen und rollen unser Gepäck in den Ort hinein.

Ein Bahnhof über der einzigen „Hauptstraße“, die etwa halb so breit ist wie die Joseph-Lenné, markiert den Ortsbeginn und genau dort setzen wir uns auf eine Bank und warten auf Bartolome, dem wir jetzt mit etwas Netz kurz unsere Ankunft mitteilen konnten. Kurz später begrüßt uns ein gepflegter Herr um die 60, der mal eben meinen Koffer schultert (!) mit dem Hinweis sein Vater hieße nicht umsonst Herkules (auf italienisch wohl Ercole, denn so heißt auch unser Appartement). Barti hat einst in Freiburg studiert und hatte dort eine tolle Zeit, in der er allerdings nur Englisch gelernt hat und ihm gehören neben zahlreichen Appartements auch ein Weinberg, auf den wir von unserem aufgepimpten Gartenhäuschen aus gucken können. Das erzählt er uns, während er quer durch kleine, verschlungene Treppenpfade schlängelt und wir überlegen, ob wir besser Brotkrumen streuen sollen, um jemals wieder zurück zu finden. Das ist dann aber gar nicht so schwer, denn natürlich sind die Cinque Terre Dörfer klein und ursprünglich gehalten und Vernazza gehört noch zu den kleinsten der 5.
Unser Zimmer liegt am Ende des kleinen Gemüsegartens neben echten Zitronenbäumen, die richtige Brummer tragen, die uns Bertolome anbietet zu probieren, ebenso wie Cheo, seinen eigenen Wein. Der hat schon eine gehobene Preisklasse von 10-35 Euro für uns, aber trotzdem überlegen wir mal hier zuzuschlagen, denn alle anderen Anbaugebiete, sei es Wein oder Obst liegen immer rechts und links der Autobahn (wie ja überall in Europa), hier ist aber Naturschutzgebiet und außerdem sind wir direkt am Meer. Ansonsten ist unser Zimmer wirklich romantisch und urig und die Frösche, die hier nachts quaken, die Bahnlinie, die unter uns herläuft und das bis 12 Uhr nachts und die zwei Kirchen, die um die Wette bimmeln stören uns - ohne Ironie - überhaupt nicht.

Nach einer sehr kurzen Pause machen wir uns auf Vernazza ein bisschen zu erkunden und unsere erste Etappe heute zu schaffen: Die Wanderung von Vernazza nach Monterosso.



Die fünf Dörfer sind mit Wanderwegen miteinander verbunden, ebenso wie durch eine Küstenbahnlinie und Schiffsverbindungen, so dass man einen Weg laufen kann und dann angenehm unproblematisch wieder zum Ausgangspunkt zurückkommt. Leider schafft es die dicke, dunkle Wolke nicht über die Weinberge und regnet sich über uns aus, so dass wir mit der Bahn direkt nach Monterosso fahren. Hier beweisen wir uns erstmal wie toll es in unserer Beziehung läuft, indem wir uns jeder in einen dieser superhässlichen Plastikponchos hüllen, um dem anhaltenden Regen zu trotzen. Wir rühmen die Vorzüge der Wetterhülle während sich so ziemlich jeder Italiener darauf verlegt uns zunächst ungläubig anzustarren und dann breit grinsend zu grüßen. Egal. Wir wandern. Zunächst durch Monterosso, was sehr hübsch ist, mindestens doppelt so groß wie Vernazza und auch Mussolini-Wein verkauft. Dann begeben wir uns auf den Wanderpfad und das sogar umsonst, denn die sonst zu entrichtende Gebühr entfällt, da das Bezahlhäuschen bei dem Wetter geschlossen ist.



Die Strecke ist ebenso reiz- wie anspruchsvoll. Sehr steil geht es neben uns hunderte von Metern runter, die wir natürlich zuvor über Treppen aufgestiegen sind, gelegentlich ist der Weg nur einen Fuß breit und außerdem ganz schön glitschig. Trotzdem ist es wunderschön, wir wandern durch Olivenhaine, vorbei an Weinstöcken, Lorbeer- und Zitronenbäumen mit tollem Blick aufs Meer und irgendwann hört es schließlich auch auf zu regnen. Überall riecht es wie in einer Küche, denn der dampfende Boden riecht nach allen möglichen Kräutern, die hier wild wachsen.




Knapp 2 Stunden später sind wir ohne Eile wieder zurück in Vernazza, ein bisschen zittern die Waden und Franz schwärmt von gemischten Fischplatten. Leider heißt es nach einem schnellen Restaurantvergleich wieder Pizza , denn die Preisvorstellungen des vom Tourismus lebenden Dörfchens sind ebenso exklusiv, wie seine Beschaulichkeit. Dafür kehren wir danach in der einzigen noch offenen, etwas jugendlicher wirkenden Bar des Ortes ein und trinken uns durch die Spezialitäten Cheo, Sambuca und Grappa, bevor wir unseren Zitronenhorst erreichen und uns bloggend auf die Matratze fallen lassen.

Hierzu noch ein Wort: Vielleicht ist an der ein oder anderen Stelle der Text etwas lang, ungeschliffen oder fehlerhaft. Aber damit es Spaß macht und auch für uns Urlaub bleibt, verzichten wir auf jegliches redigieren, kürzen und verbessern, denn das würde in Arbeit ausarten, ebenso wie es irre aufwendig wäre eine Auswahl aus den vielen Fotos zu treffen. Für uns ist es oft schon schwierig unser Geschreibsel überhaupt online stellen zu können.. Deshalb: Wenn es euch zu viel wird, zappt einfach ein bisschen drüber. Natürlich finden die Fotos immer ihren Bezug im Text. Und ebenso natürlich werden wir nebenher nicht noch Karten schreiben, außer an diejenigen, die nicht online gehen (we know who you are.. ;)). Eure Kommentare sind jederzeit herzlichen willkommen. Cheers!

Montag, 26. April 2010

04 Turin - Rapallo - Santa Margherita Ligure – Portofino


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Eigentlich hatten wir uns gefreut, ganz entspannt zwei Nächte im selben Bett zu schlafen, doch diese Rechnung ging nur bedingt auf...
In der Nacht (die erst kurz vor 2:00 begann...) von Sonntag auf Montag, kurz vor 4:00 Uhr, Turin.
Yvonne: (leise) Franz...?
Franz: (schnarch)
Yvonne: (mittellaut) Franz...?!!
Franz: (weiterschnarch)
Yvonne: (relativ laut, gleichzeitig rüttelnd) Franz, hier riecht es komisch...!
Franz: Mh (weiterschnarch)
Yvonne: Franz – der ALARM ist schon zweimal gegangen!!!
Franz: (kommt zu Bewusstsein) Häh, was...?
Immerhin bewegt er sich und zwar Richtung Tür. Was war passiert? Gegen halb Vier werde ich (Yvonne) durch einen beißenden Geruch wie verschmortes Reifengummi wach oder vielleicht auch durch die plötzlich draußen lärmende Belüftungsanlage. Ich gehe zum Fenster und mache es auf, der Geruch scheint nicht von hier zu kommen. Der erste Alarm geht los, relativ leise und wird auch schnell wieder ausgestellt. Ich gehe zur Tür, der Flur sieht leicht diesig aus, das kann aber auch an der Nachtcrème in den Augen liegen. Aber es riecht fürchterlich. Um die Situation noch mal objektiv nachzubewerten wecke ich: FRANZ!
Der kommt nach einem kleinen Geruchstest und einem Blick aus der Tür zu demselben Schluss: Hier stimmt was nicht! Reaktion im Ernstfall des besten Mannes von allen? „Schatz, kannst du mal die Rezeption anrufen?“ Aber klar doch... mein Held! Der Portier will mich erstaunlicherweise nicht erst beruhigen und vom Gegenteil überzeugen, sondern bietet von sich aus sofort an, uns durch einen Kollegen abholen zu lassen und einen andere Suite zu beziehen. Das lässt sich auch nicht mehr umgehen, da Yvonne langsam überlegt die Ritzen mit nassen Handtüchern auszustopfen, um einer möglichen Rauchvergiftung vorzubeugen. Zwei Minuten später sind wir schon auf dem Weg zum Fahrstuhl mit einem ziemlich hektischen Portier, der sich ein nasses Tuch vor die Nase drückt. In den Lichtkegeln des Korridors sieht man jetzt deutlich den Rauch. Wir sind nicht die ersten in der Lobby, wer allerdings nicht von alleine wach wird, wird auch nicht evakuiert – hm. Wir bekommen jedenfalls ein neues Zimmer in einem anderen Trakt, der dafür vom Blaulicht der Feuerwehr beruhigend stimmungsvoll erhellt wird. In der Shoppingmall direkt unter unserem alten Zimmer brennt es in einem Restaurant. Ist uns aber schnuppe, denn erstens sind wir hundemüde und zweitens müssen wir in 2,5 Stunden schon wieder aufstehen...

Grrr, der Wecker klingelt um 7, die Füße tun schon beim Aufstehen weh – das soll Urlaub sein? Egal, wir wollen das Turiner Grabtuch sehen, das ja nur alle zehn Jahre für sechs Wochen rausgeholt wird und doch ein guter Grund gegen ein wenig weiterdösen ist. Also schnell Mini-Morgentoilette, die Sachen aus zwei Zimmern zusammengesucht und gepackt, ausgecheckt und in sagenhaften 15 Minuten sitzen wir und ein ausgeschlafener Tom-Tom im Auto Richtung Pilgermission. Wir parken gut 2km entfernt, was schon gewagt ist, denn das Gelände ist weiträumig abgesperrt und man erkennt auf welchen Massenansturm sich die Stadt hier vorbereitet. Disneyland ist nichts dagegen! Zum Glück haben wir einen frühen Montagmorgen-Slot gesichert, so dass wir mit der festgelegten Zeit von 8.45 „nur“ eine Dreiviertelstunde Schlange gestanden haben. Ich vermute in den auf 2km ausgelegten Wartebereichen, die Anfangs auch noch sehr breit und von Cafés gesäumt sind, kann man auch gut und gerne 12 Stunden ausharren.
Nach einem kurzen Film, der schnell noch mal zeigt wo was auf dem Tuch zu erkennen ist, betritt man endlich die Kathedrale Giovanni di Battista in der Zielgeraden. Eine Frau teilt die Menge durch drei, die in verschiedene Höhen zugeordnet werden. Gott sei Dank sehen wir ganz manierlich aus und benehmen uns anständig, so dass wir tatsächlich mit den Pilgerfreaks, Geistlichen, Alten, Kinderwagen und einem Rollstuhl in die erste Reihe unten dürfen – was sozusagen der Logenplatz ist. Näher geht nicht. Fotografieren ist verboten, aber mit Verboten haben es die Italiener nicht so. Man verhängt sie zwar, aber danach übt man sich im Weggucken, was bei den vielen, natürlich auch unerlaubten, Blitzen echt schwierig ist. Na ja, so wird unser Blog also auch geadelt durch ein Foto des Turiner Grabtuches, was uns übrigens ziemlich überzeugt hat (Franz als historisches Dokument). Die Umrisse sind wirklich klar zu sehen und benötigen keiner Deutung oder viel Fantasie. Draußen ergießt man sich in kleinen Diskussionsgrüppchen, wir aber steuern unseren Parkplatz an. Schnell noch ein piccolo-Frühstück eingeworfen, darunter Franz’ erstes Trüffel-Schinken-Mozzarella-Sandwich. Dann heißt es Ciao Torino!



Die Fahrt in Richtung ligurischer Mittelmeerküste verläuft zunächst herrlich entspannt. Die Autostrada ist wieder einmal ziemlich leer und Franzi Ferarrari wird von Onkel Tom zur Ordnung gerufen. Am Rastplatz staunen wir wieder einmal über das Lebensmittelangebot der Tankstellen, das unsere Feinkostläden erblassen lässt. (siehe Fotos)
Nachdem wir das Piemont hinter uns gelassen haben, ändert sich das Straßenbild ab dem Schild „Ligurien“ sofort:. Da sind sie wieder, die riesigen Bergmassive – direkt an der Küste? Wo kommen die denn her? Statt Berg-und-Talfahrt geht es jedoch zum Glück permanent geradeaus, meistens durch Tunnel, Tunnel, Tunnel oder vereinzelt schwindelerregend hohen Talbrücken. Wir passieren Columbus’ Geburtsstadt Genua und fahren bei unserem nächsten Stop Rapallo ab,.

Die Ortswahl hatte mehr mit der räumlichen Nähe zur Schicki-Perle Portofino zu tun, als mit der historischen Fünfminuten-Terrine aus 1922, als Deutschland und Russland den Vertrag zu Rapallo unterzeichneten. Seitdem ist hier aber nichts mehr passiert, genau genommen entspricht das geschichtliche Abkommen nicht einmal seinem Namen, denn der Kontrakt wurde im Nachbarbadeort Santa Margherita Ligure beschlossen, wo wir nach unserem Check-In im Hotel Migno Posta mit dem Bus spontan hinfahren.

Santa Margherita Ligure passt sich dem wunderschönen Wetter (24°) an und macht einen freundlichen, leicht schläfrigen Eindruck. Wir gönnen uns unsere tägliche Ration Eis, drehen eine Runde auf der Uferpromenade und steigen in den nächsten Bus nach Portofino. Unsere Füße danken, dass wir die Strecke doch nicht gelaufen sind, denn auf der schmalen steilen Klippen/Küstenstraße wären wir nur Hindernis gewesen für Bus und PKW, die sich ebenfalls fast zermalmen. Blinker werden hier nicht gesetzt, wer um die Kurve fährt, hupt in freudiger Erwartung.



Portofino, seit dem zweiten Weltkrieg bevorzugter Badeort des Jetsets, erst zuletzt plantschte wieder Madonna samt Anhang hier, sieht aus wie ein Fischerdorf einer Puppenstube. Die Luxusgeschäfte (Dior und Co) wirkten etwas deplaziert im überschaubaren Ort. In den billigsten Eisdielen kostete der Tomatensaft 6,50 €, angucken ist aber umsonst. Obwohl der Ort vor Touris wimmelten, scheint es keinen der einheimischen Geschäfttüchtigen zu interessieren, denn die Yachtenhauptsaison (die, mit dem dicken Portemonnaie) hat noch nicht begonnen. Das ursprüngliche Sonderziel des Tages, das Kloster Il Fruttuoso, verpassen wir knapp. Die letzte (teure) Fähre ging vor zehn Minuten und auf die zweistündige Wanderung nach Hause haben sogar wir heute weder groß Lust noch Energie.



Zurück quetschen wir uns in den Bus nach San Margherita Ligure, das wesentlich „echter“ und wirkt. Nach einem kurzem Bummel entscheiden wir uns für die Trattoria „El Pezzi“ mit der typischen Küche Genuas. Yvonne kreuzt die Klinge mit einem Schwertfisch, Franz hatte heute so viele Pesti gesehen, dass er der örtlichen Spezialität nicht widerstehen kann. Auch am Paradegericht des Kochs, dem warmen Gemüsekuchen, kosten wir.

Den Abend lassen wir bei einem Küstenpromenaden-Spaziergang in unserer Homezone Rappalo ausklingen, wo wir an dem Wahrzeichen, der kleinen Festung im Wasser, eine hübsche Enoteca am Wasser finden, wo es einen doppelten Tiramisu als Dolci sowie einen Limonicelli und rotes italienisches Bier als Absacker gibt. Ein ereignisreicher Tag geht im netten Hotelzimmer zu Ende. Heute haben wir so viel erlebt, dass wir sogar den Balkon unbenutzt lassen.

Sonntag, 25. April 2010

03

03 Turin

„Forza Torino!“, lautet unser Motto am heiligen Sonntag, doch nicht nur in Sachen Fußball schreiten wir heute vorwärts, auch bei den Sehenswürdigkeiten der Innenstadt geben wir Vollgas. An der Rezeption erfährt Franz, dass der hoteleigene Shuttelservice direkt ins Zentrum düst um 10:30 und das sogar umsonst. Bestechende Argumente, um Yvonne nur kurz nach dem Aufstehen aus dem Bad zu zerren. Im Minibus ist zwar kein Sitzpass mehr frei, doch nach der erholsamen Nacht im XXL-Bett meistern wir die Fahrt im Stande. Petrus scheint mittlerweile den Blog nicht nur zu lesen, sondern zum echten Fan avanciert zu sein, denn heute wird es unerwartet schön heiß!

Ab dem Hauptbahnhof geht es zu Fuß weiter. Turin erschließt sich wie die meisten Städte auch ohne Karte ziemlich leicht. So stolpern wir von der Piazza San Carlo zur Piazza Madame und Real den hiesigen Hauptattraktionen. Die Hauptstadt des Piemont, voll mit hellem freundlichen Altbaubestand, ist superlebendig: Obwohl Sonntag ist, brummt hier das Leben. Turin versprüht den Charme einer Großstadt, jedoch mit der Gelassenheit des Südens. Davon lassen wir uns anstecken und machen einen BioBio-Frühstücksstop in der italienischen „Flotten Karotte“. Für den leckeren Latte daheim informieren wir uns noch im einem Espresso-Laden nach möglichen Modellen. In die engere Auswahl kommen die halbelektronische limited Fiat-500-Edition sowie der riesengroße Automaten-Bruder des „Kannen-Klassikers“. Die Sehenswürdigkeiten geben wir uns nur von außen, so schaffen wir noch einen Schlenker zur Mole, dem Wahrzeichens Turin, welches man von den italienischen Euromünzen kennt. Der Bau aus dem 19.-Jahrhundert, ursprünglich von der reichen jüdischen Gemeinde initiiert, sieht aus wie eine übergroße Pickelhaube und entsprach damit nicht dem Geschmack der Auftraggeber, die das Gebäude kurzer Hand an die Stadt verkauften. Heute beherbergt es ein Kinofilm-Museum.



Turin und das Wetter sind einfach herrlich. Die Stadt nimmt uns mit offenen Armen auf, an der Tramstationen Richtung Stadio Olimpico werden wir konsequent auf italienisch unterhalten. Denn der Italiener an sich, ist er einmal in Quassellaune, redet non-stop weiter, auch wenn man seine Sprache nicht beherrscht und geht voll davon aus, das wird noch kommen. Die Mitarbeiter der Touristeninformation sind dabei die Ausnahme. Dort lernen wir, in Italien niiieeeeeemaaaaals Taxi zu fahren, allerhöchstens zu viert. Die Argumente liegen auf der Hand: Geschätzter Fahrtpreis zum Stadion in die Südstadt utopische 30 €, das Ticket für die Tram kostet 1 € pro Nase.


In der Bahn steigen immer mehr weiß-schwarze Trikots dazu. Die Fans vom Weltclub Juventus (italienischer Rekordmeister) sind zahlreich und bunt gemischt. Viele Kinder, viele Familien, jung und alt, und vor allem im Vergleich zu Deutschland: Viele Frauen. Die bekommen die Karten auch extragünstig. Yvonne zahlt sensationelle zehn Euro für einen Sitzplatz auf der Gegentribüne, was halb so teuer wie die Karten für Behinderte und mehr als ein Drittel billiger wie der Originalpreis, den Franz aber gerne berappt.



Die Atmosphäre ist ruhig und familiär, sogar richtig entspannt, obwohl Juve tabellarisch unter Zugzwang steht. Vor dem Stadion reihen sich die (in)offiziellen Fanstände: Vom Diego-Kissen, Anti-Inter-Schal (dem Erzfeind aus Mailand) bis zum gut gefälschten Trikot mit weggelassenem Nike-Zeichen für 15€ (für Franz’ Sammlung) gibt es hier alles, was das Tifosi-Herz begehrt. Dennoch besticht die klassische Spielstätte durch seine herrlich einfache Unkommerzialität und Liebe zur Tradition. Die Plätze im olympischen Stadion sind spitze, nur direkt nach Anstoß um 15:00 rückt die Mittagssonne hinter das Dach und sichert uns den wohl ersten Sonnenbrand. Yvonne faltet aus der Stadion-Gazetta einen Papierhut, auch für den Skandinavier in der Reihe vor uns. Die Italiener motzen passioniert über die Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, während der Bari-Gästeblock auf der anderen Seite gelegentlich einen Böller zündet. Erst in der zweiten Halbzeit kommt die Heimmannschaft zum Torerfolg. Nach einem Zweierpack von Joker Iaquinta sowie einem Elfmeter von Nationalheld Alessandro Del Piero steht es am Ende 3:0 für die „Bianconeri“. Alle sind glücklich, auch wir über den herzlich familiären Fußballnachmittag.

Den Heimweg Richtung Lingotto, dem alten FIAT-Werk, in dem unser Hotel liegt, bestreiten wir zu Fuß und durchqueren das olympische Dorf der Winterspiele 2006, das leider ziemlich heruntergekommen und verwaist ist. So langsam melden sich unsere Füße das erste Mal zu Wort, was ein schlechtes Zeichen ist, denn normalerweise geht es von da an kontinuierlich bergab mit dem Standvermögen. Kein Grund für uns schlapp zu machen, denn wir wollen noch aufs Dach, die alte Fiat-Teststrecke observieren. An der Rezeption erfahren wir, dass dieses Sight nur exklusiv für Hotelgäste zugänglich ist und händigt uns nach einem abschätzenden Blick den Schlüssel aus. Auch die Wegbeschreibung hat etwas von Geheimbund: Im Einkaufszentrum den hinteren Fahrstuhl links in den vierten Stock in Richtung „La Pista“, dem Edelrestaurant auf dem Dach, das sicher keine Laufkundschaft hat. Und in der Tat: Wir schließen die Tür auf und drehen eine Runde über die einstige Teststrecke vorbei an der berühmten Glaskuppel mit Hubschrauberlandplatz, wo die Geschäftsführung früher ihren Meetingraum hatte. Die Aussicht ist einzigartig, man sieht wie Turin von den Bergen eingekesselt ist und wir genießen unseren kurzen VIP-Status. Es geht doch nichts über einen Triple-A...


Nachdem die angedachte Osteria sonntags geschlossen hatte, viel die Wahl ganz von allein auf das Feinschmeckerparadies „Eataly“, wo wir uns für Salbei-Pasta und Nudeln in Frutti di Mare entscheiden. Auch das weiße Nougat Eis aus der Region mundet unserem Gaumen.
Der sonnige Tag in Turin war richtig schön., im Hotelzimmer lassen wir ihn ausklingen: Franz mit der Flasche Südtiroler Bier vor der Liveübertragung von Roma gegen Sampdoria Genua, Yvonne bei der Planung des nächsten Tages. Hauptsache Schuhe aus.

PS: Die Fotos folgen. Wegen langsamem Internet haben wir nur die Texte online gestellt

Samstag, 24. April 2010

02 Forte di Fenestrelle - Turin


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Dafür, dass Franz noch nie die Alpen, oder Berge allgemein, gesehen hat (die Eifel zählt ja nicht), gibt er es sich nach dem Achterbahntag gestern nochmal so richtig. Forte di Fenestrelle heißt nämlich das heutige Ziel, auch die „europäische Chinesische Mauer“ genannt. Ein kilometerlanger Festungswall in den Alpen, knapp 70km westlich von Turin, wo wir übrigens unser Nachtquartier aufschlagen. Doch dazu später mehr.

Zuerst einmal müssen wir Bergamo verlassen und das ist gar nicht so einfach. Am Altstadt-Gymnasium ist trotz Wochenende Hochbetrieb und BMFY steht im Vespennest. BM-FY, so heißt übrigens unser geliebter Saab, der von Automobile Duchateau italotauglich gemacht wurde (Danke, Chef!). Also in die Hände gespuckt und ein halbes Dutzend Zweiräder verschoben. Gutes Workout am Morgen, denn die Dinger sind viieeeel schwerer als angenommen.

Nach der italienischen Klischeeschikane geht es dafür umso besser voran. Die vierspurige Mautobahn ist herrlich leer, so dass wir noch ein Auge auf die Reisfelder des Piemont rechts und links werfen können.

Ab Turin ändert sich das Landschaftsbild gewaltig, die Alpen schießen plötzlich aus dem Boden, laut Karte bis zu 3000 Meter hoch. Petrus hat anscheinend nicht nur eine Nespresso-Maschine (what else?), sondern ist auch online und liest unseren Blog, denn das Wetter hat sich wie gestern bestellt wunderbar gedreht, es ist entgegen der Vorhersage sonnig und trocken. Das hat auch einen Grund: Die Wolken stecken im Alpenstau – und in den fahren wir zum Schluss doch noch rein.

Mittlerweile sieht es aus wie in gestern in der Schweiz: Kleine Bergdörfchen entlang der Durchgangsstraße säumen unseren Weg. Ein Glück sind die Straßen großzügig bemessen und so kommen wir kurz vor zwei am Forte di Fenestrelle an.

Beim Betreten der Festungsanlage wird schnell klar, hier läuft vor 15.°° Uhr gar nichts. Die gesammelte Belegschaft befindet sich im kleinen Bistro-Restaurant in einem der ehemaligen Gefängnistrakten und lässt sich von den restlichen Kollegen bedienen. Gezwungenermaßen nehmen wir hier jetzt unser Frühstück ein, bestehend aus einem Teller Antipasti Misto und selbstgemachten Gnochi in Tomatensauce. Glücklicherweise saugt man die italienische Speisekarte bei uns ja mit der Muttermilch auf, so dass die ansonsten schwierige Verständigung wenigstens den Tellerinhalt betreffend fluppt.

Gegen drei beginnt die obligatorische Führung (sonst keine Besichtigung...), die für drei Stunden angesetzt ist und uns in eine Gruppe von tapferen Italienern und nölenden Franzosen verschlägt. Letztere sind des Italienischen ebenso wenig mächtig wie wir und können daher nur mit vielen warmen Gedanken die erste Stunde von einem Fuß auf den anderen springen, während der drahtige, sonnengegerbte Guide munter wie das italienische Radio ohne Punkt und Komma auf uns einschwadroniert. Eigentlich haben wir das Forte nämlich ausgesucht, weil wir auf der Anlage die Kilometer die Berge hochwandern und die Aussicht genießen wollten, stattdessen findet die Audienz gut eine Stunde im Erdgeschoss statt und dann geht die Stimmung mit uns im wahrsten Sinne des Wortes auch noch in den Keller. Der ist nicht nur kalt und gruselig, sondern zappenduster.

Bei der zweiten Hälfte der Führung geht es dafür endlich aufwärts. Prompt beschweren sich die Franzosen weiter, warum wir den „hässlichen und nicht den schönen Aufstieg“ nehmen. Unter dem „schönen“ versteht man die 3996 Stufen, in einem cirka zwei Meter breitem und über 500 Meter langem Gang, der nur über wenige Schießscharten beleuchtet und von oben ständig betropft wird. Der „schäbige“ ist der grüne gleichmäßig ansteigende Wiesenweg an der frischen Luft mit atemberaubenden Bergpanorama, an dem früher die Kanonen hochgeschoben wurden.



Während des Anstiegs werden immer geduldiger die Ausführungen des Guides angenommen, denn dabei kann man gut verschnaufen. Unzählige kaputte Steinhaufen und Pulverhäuser später, dürfen wir dann doch in den „schönen“ Tunnelgang wechseln. Der Guide sprintet munter mit der einzigen Taschenlampe vorneweg, wir ächzen hinterher, es ist ziemlich finster, glitschig und kalt. Die Franzosen sind gerade nicht zu hören. Alle sind mit Atmen beschäftigt, denn einen Plan B gibt es für den langsam in luftiger Höhe entschwindenden Bergmann scheinbar nicht. Lächelnd weist er die Nachzügler das erste Mal in Französisch (!) darauf hin, dass man so ja einen straffen Po erhalte, dreht sich um und präsentiert den selbigen, denn schon geht’s weitere 200 Höhenmeter rauf, jetzt aber wieder im Hellen, worüber sich keiner mehr beschwert.

Gämsenköttel pflastern unseren Weg, ein Mann, seine Horde und ein 2000er. Der Ausblick und das Bauwerk sind wirklich beeindruckend, weshalb wir hier einmal unsere unbarmherzig nicht vorsortierten Fotos sprechen lassen wollen. Übrigens galt das Bauwerk, ursprünglich von den Franzosen zur Abschreckung der Savoyer gedacht (und jetzt gerade von den Savoyern zur Abschreckung der Franzosen benutzt), als Fehlkonstruktion, weil es gar nicht besonders verteidigungsgünstig liegt. Aber weil schon mal so viel Kohle drinsteckte, machten selbst die absolutistischen Herrscher von damals keinen Rückzieher mehr und ließen nur noch ein wenig nachbessern. Seine Hauptnutzung erfuhr es als Gefängnis und im 2. Weltkrieg als Unterschlupf der Partisanen. Bis 1990 lag es dann vorwiegend Brach, bis man sich des steingesäumten Bergkammes als touristische Attraktion besann und so langsam aus den Pötten zu kommen scheint. So richtig vermarktet ist die größte Festung Europas trotzdem noch nicht, was man am fehlenden Shop unschwer erkennen kann. Vielleicht liegt das aber auch nur an den Führungen. Es gibt sogar noch eine, die wirklich bis zur höchsten Spitze des Forte führt (also knapp 2000 Stufen höher), die beginnt allerdings schon um 9 Uhr in der Früh...

Wir sind glücklich im „zweiten Stock“ des Gebäudes angekommen und das reicht uns völlig. Wer jetzt auf einen schnellen und wortfreien Abstieg gehofft hat (alle), war aber schief gewickelt. Erstens findet Seniore Guide nicht nur einen anderen Parallel-Treppenweg zurück, nein, es gibt auch noch viele schöne Dinge hierüber zu erzählen und Vordränglern macht er den Garaus mit „Vorsicht Steinschlag, kein Durchgang“-Rufen und – sehr effektiv - einer bis zuletzt verschlossen bleibenden Eisentür, die er erst öffnet, als einer der Gruppe die auf italienisch gestellte Frage wann das Forte erbaut wurde, beantworten kann. Die Adresse unseres Blogs wollte er auch noch haben, aber schließlich befinden wir ihn doch nicht für hinreichend vertrauenswürdig – nachher ist plötzlich alles auf Italienisch! Radio ersparen wir uns auf dem Rückweg, immerhin spricht Tom Tom Deutsch und führt uns in gut einer Stunde nach Turin.

Warum es uns in die Hauptstadt des Piemont schlägt? Nicht unerheblich war Franz’ Neugier auf Juventus und Livefußball. Auf das Original-Turiner Grabtuch sind wir zum Glück später noch durch den Stern-Titel gestoßen, denn dieses wird nur alle zehn Jahre für etwa sechs Wochen öffentlich ausgestellt. Tickets haben wir online gesichert – sogar noch vor dem Papst, der kommt erst am 2. Mai. Dazu mehr am Montagmorgen.

Turin, das war doch was – genau: FIAT (Fabrica Italiana Autobile Torino) stammt von hier und nachdem wir bei Expedia unser Vier-Sterne-Schnäppchen geschlagen haben, finden wir heraus, dass aus dem ehemaligen FIAT-Werk unser Hotel geworden ist. Die efrühere Teststrecke auf dem Dach (kein Scherz) ist nun für Joggingläufer geöffnet. Wegen seiner ursprünglichen Nutzung sind die Zimmer schön groß, hoch und haben eine gewaltige Fensterfront. Die Neugestaltung des Gebäudes sagt uns zu, denn im Komplex sind unter anderem noch ein großes Einkaufszentrum und Kino untergebracht, wo wir bis 22 Uhr bummeln und eine Pizza Ola (mit getrocknetem Fleisch, genannt Breasola), Birnen-Walnuß-Salat und Viola-Tiramisu-Eis vertilgen, ehe wir einen Abstecher ins Feinkostparadies gegenüber machen. Wer schlemmen will wie Gott in Italien, der geht ins „Eataly“, wo wir morgen nicht nur gucken, sondern wohlmöglich auch reinbeißen wollen




Zu den Fotos des Tages

02 Forte di Fenestrelle